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Suchmaschinen-Optimierung und Fake News

Fehler gibt es schon länger, Fehler bei Nachrichten wurden früher oft als Enten, bewusste Falschmeldungen oder Irrtümer mit eher geringer Bedeutung eingeschätzt. Das hat sich geändert seit Fake News zum Topthema der Medienbranche geworden sind. Bisher noch nicht genau untersucht wurde aber die Frage, wie Fake News und Suchmaschinen-Optimierung zusammen gesehen werden können.

Fake News können einen hohen Aufmerksamkeitswert produzieren und viele externe Verlinkungen und soziale Signale hervorrufen, wovon dann das Ranking der betroffenen Seiten profitieren könnte. Doch können aufgedeckte Fake News zugleich die Reputation in den Keller ziehen. Mann muss also vorsichtig mit Fake News umgehen und zugleich darauf achten, dass man mit dem Vorwurf von Fake News nicht ebenfalls viel Ärger bekommt. Doch was ist genau gemeint, wenn man diese Art der Nachrichten-Generierung anspricht oder kritisiert?

Es gibt immer mehrere Möglichkeiten auf den Meinungsbildungsprozess von außen Einfluss zu nehmen. Man kann mit echten Fakten auf Probleme aufmerksam machen, man kann aber auch mit vermeidlichen Fakten Verwirrung stiften. So ist es denkbar, dass der Vorschlag auf zusätzliche Angebote an fleischlosen Mahlzeiten in den Zwang zum Verzicht auf Fleisch umgedeutet wird. Sogar Bundestagswahlen wurden dadurch schon beeinflusst. Von Fake News kann man aber erst dann sprechen, wenn bewusste Fälschung vorliegt. Allerdings werden Fake News über normale Webseiten und Social Media Plattformen häufig geteilt und sorgen damit für eine Vervielfachung der Resonanz. Es scheint außergewöhnlich schwierig zu sein, so weit verteilte Nachrichten wieder einzufangen, selbst wenn die Falschheit der Nachricht schon vielfach bestätigt wurde.

Fake News sind also Fälschungen, deren Relevanz nachträglich kaum mehr eingedämmt werden kann. Fake News können gezielt von einzelnen Akteuren in die Welt gesetzt werden. Es ist aber auch denkbar, dass Vorurteile in bestimmten Kommunikationsfeldern sich so verdichten, dass sie fehlerhafte Interpretation von Abläufen zu eigenständigen Falschmeldungen verdichten. Sie können oft nicht sehr schnell über Klarstellungen oder Gegenmeldungen korrigiert werden, weil diese nicht den Grand der Aufmerksamkeit schaffen können. Falschmeldungen einfach zu löschen ist oft nicht ausreichend, da die Quelle allein nicht mehr relevant ist, wenn bereits die Teilungsprozesse über soziale Netzwerke sehr weit vorgeschritten sind.

Aus dieser Überlegung wird auch deutlich, dass man durch Verbote oder Reglementierungen hier keinen Erfolg haben wird. Es gibt in bestimmten Meinungsfeldern und Netzwerken den Wunsch nach eigenen Wahrheiten, die nicht mit den Fakten der realen Welt in Übereinstimmung zu bringen ist. Wer an die Wunderwirkung von Placebo-Medikamenten glauben will, der wird sich kaum davon beeindrucken lassen, dass wissenschaftliche Untersuchungen regelmäßig damit scheitern, die Wunder quantitativ fassbar zu machen. Denkbar wäre es allerdings, dass Nachrichten hinsichtlich ihres Fake-News-Anteils gekennzeichnet werden können. Bei Facebook und andern sozialen Netzwerken werden gegenwärtig entsprechende Strategien vorbereitet.

Für die Suchmaschinen-Optimierung kann die Beschäftigung mit Fake News hilfreich sein. Einerseits erkennt man, wie der virale Charakter von Meldungen Aufmerksamkeit generieren kann, der für mehr Besucher auf eigenen Webseiten sorgt. Anderseits ist klar, dass aufgedeckte Falschheit von Content die Reputation potentiell schädigt und damit die Aufmerksamkeit zum Problem macht. Man sollte als Websitebetreiber also aktiv die Richtigkeit seiner Webseiten prüfen und die passenden Quellen auch verlinken, womit man die Qualität der eigenen Webseiten verdeutlicht. Mit Fake News auf Erfolg zu setzen, scheint keine langfristig geschickte Taktik zu sein.

 

 

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