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Google Quality Rater Guidelines: Neue Sicht auf die Arten der Anfrage

ausriss google quality rater guidelines
Ausriss Google Quality Rater Guidelines

Ab und an wegen sie informell oder unerwünscht veröffentlich: Die Google Quality Rater Guidelines beschreiben, was aus der Sicht der Suchmaschine als qualitativ guter Content gilt. Gelegentlich werden die Google Quality Rater Guidelines auch veröffentlicht, was damit die informelle Kommunikation über guten Content auf eine offizielle Sichtweise hebt. Für SEO-Experten ist die Analyse der Google-Qualitätsrichtlinien wichtig, um zu erkennen, wo neue Ansatzpunkte für die Verbesserung der Suchmaschinen-Optimierung liegen könnten.

Neu ist seit der letzten Veröffentlichung von Google die differenzierte Sichtweise auf die Arten der Nutzeranfragen bei der Suchmaschine, die wichtige Hinweise darauf gibt, ob und wie man eigene Seiten verändern oder erweitern sollte, um für bestimmte Arten von Suchanfragen besseren Content bieten zu können.

Bisher galt die Sichtweise, dass es grundsätzlich drei Arten von Nutzeranfragen gibt, die Google unterscheiden möchte, um die Suchanfragen in unterschiedliche Ergebniskanäle zu leiten:

  • Transaktionale Anfragen sind meist auf eine Kaufhandlung ausgerichtet. Wer „E-Bike günstig kaufen“ in den Suchschlitz eingibt, der bringt ein Kaufinteresse zum Ausdruck und der bekommt auch überwiegend vorne Kaufangebote angezeigt. An diesem Beispiel zeigt sich dann, dass man auch auf Adjektive, Adverbien und Verben in den Keywords achten muss, wenn man einen guten Erfolg für Verkaufsseiten mit SEO unterstützen möchte.
  • Informationsbezogene Anfragen fordern hingegen eher nach Wissensvermittlungswebseiten. Wer „E-Bike Mängel“ bei einer Suchmaschine anfragt, der braucht Informationen und nicht unbedingt Kaufangebote. Will man auf entsprechende Anfragen eine gute Webseite durch SEO unterstützen, dann müssen die angeboten Webseiten eher umfangreich sein und Möglichkeiten für Interaktion bieten.
  • Weniger relevant für die Suchmaschinen-Optimierung sind navigationsbezogene Anfragen. Sehr häufig geben Nutzer von Suchmaschinen einfach den Namen einer Firma oder Marke ein und wollen dann direkt zu dem entsprechenden Angebot weitergeleitet werden. Wer direkt zur einer offiziellen Webseite zu „Raleigh E-Bikes“ kommen möchte, der gibt am besten genau diesen Begriff ein. Es bringt dann wahrscheinlich wenig für die Performance einer anderen Webseite eines E-Bike Verkäufers, wenn diese ebenfalls gut platziert ist, die Platzierung aber hinter dem entsprechenden offiziellen Angebot liegt.

Nach der neusten Veröffentlichung der Google Quality Rater Guidelines sollen nun noch weitere Arten von Suchanfragen unterschieden werden.

  • Simple Informationsanfragen (Know Simple Queries) fragen mit einer größeren Anzahl von Worten eine genau zu bestimmende Information ab. Wer unbedingt wissen möchte: „Mit wem ist Angela Merkel verheiratet“, der gibt am besten genau das bei Google ein und er bekommt direkt von der Suchmaschine die Information geliefert, lustigerweise auch die Information über den verflossenen Ehemann und damit, woher der Familienname der Kanzlerin stammt. Es ist davon auszugehen, dass die Nutzer von Google nach und nach dieses neuartige Angebot verwenden werden. Für SEO gibt dies leider nichts her, denn hier hat man noch weniger als bei den navigationsbezogenen Anfragen die Chance auf Wahrnehmung und Anklicken, denn die simple Informationsanfrage wird ja von der Suchmaschine auch gleich beantwortet.
  • Auch für Suchmaschinen-Optimierung eher uninteressant sind die Device Action Anfragen. Hier spricht der Nutzer mit seinem Smartphone und die Google-Algorithmen führen diesen Wunsch aus.
  • Interessanter sind da schon die Visit-in-Person-Querys: Hier wird unterstellt, dass der Nutzer mit seinem Smartphone unterwegs nach einer bestimmen Location (z.B. einen Restaurant) sucht. Diese Suchanfrage kann per Tippen oder mündlich gestellt werden und Google gibt dann lokale Suchergebnisse zurück, wenn sie denn vorhanden sein sollten. Hier hätten dann die Anbieter mit Suchmaschinen-Optimierung Erfolg, die eine knappe Webseite mit mobiler Relevanz anbieten könnten. Diese Webseite muss aber ergänzend noch promotet werden, denn sonst hat sie keine Anerkennung im Vergleich zu Konkurrenzangeboten bzw. kommt nicht weit genug nach oben.

Wie man sieht, ist es hilfreich, sich die Google Quality Rater Guidelines genauer ansehen, deshalb wird dies auch in den nächsten Blogbeiträgen fortgesetzt.

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