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PageRank Update: Matt Cutts immer auf der Suche nach Spam-Techniken

Immer mal wieder meldet sich Matt Cutts, der Google-Chefingenieur für die saubere Suchmaschinen-Optimierung, mit einem interessante Videos zu neuern Google-Maßnahmen und dem PageRank Update. Nun hat Cutts eine ganz Reihe von Maßnahmen angekündigt, um Suchmaschinen-Optimierer auch nach einem PageRank Update abzustrafen, die mit nicht legitimen Methoden ihr Ranking verbessern wollen. Es bleibt abzuwarten, ob es Google gelingt, seine Programmatik so umzusetzen, doch die Vielzahl der Überschneidungen bei Googles Ankündigungen zeigt erneut auf, dass es der Suchmaschine bisher nicht gelungen ist, nachhaltig die Arbeit der Suchmaschinen-Optimierer überflüssig zu machen.

Wie gewohnt gibt sich Cutts freundlich aber unbestimmt in seinem Video; das ist diesmal recht lang ausgefallen, was aber auch an den Wiederholungen liegt, die Cutts aber nicht nur in diesem Video gerne als rhetorische Mittel nutzt. Irgendwie haben wir das alles schon ein paar Mal gehört. Täglich grüßt das Murmeltier, das gilt wohl nicht nur in der SEO-Szene und die Bewertung des neusten PageRank Update.

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Doch nun zu einigen Einzelheiten aus Matt Cutts Ankündigungen.

  1. Es wird in den nächsten Monaten nicht nur vereinzelte Veränderungen am Google-Algorithmus geben, man möchte beim Suchmaschinen-Marktführer eine neue Variante des Penguin- oder Panda-Updates (früher Farmer-Update oder allgemein PageRank Update) machen. Es geht um die Verbesserung der Text- und Inhaltsqualität von Webseiten. Webmaster waren schon immer gut beraten, auf die Qualität des Contents zu achten und (anders als Google selbst) es zu vermeiden, die eigenen Webseiten mit allzu viel Werbung zu versehen. Es ist davon auszugehen, dass einige Webpräsenzen hart durch das neue Penguin-Update abgestraft werden. Wie genau Google aber die Qualität von Webseiten berechnet, bleibt weiterhin unklar. Man lässt auch durchblicken, dass man gelegentlich zu scharf vorgegangen ist und verspricht dies in Zukunft zu vermeiden. Doch wie soll das gehen, wenn man kein Konzept zur Inhaltserfassung von Webseiten hat?
  2. Google sieht es nicht gerne, wenn man als Webmaster Produkte verschenkt oder günstiger abgibt und dafür viele verlinkte Artikel zurückgeliefert bekommt. Gegen diese Advertorials will Google auch mit PageRank Update vorgehen und sogar seine Richtlinien verschärfen. Generell ist es schlecht, wenn man durch einzelne Kampagnen plötzlich ein sehr starkes Linkwachstum hervorruft; denn schnelles Wachstum ist für Google nicht natürlich. Es verbleiben aber im Bereich des Online-Marketings noch viele Möglichkeiten, um mit witzigen Aktionen für natürliche Links zu sorgen.
  3. Google möchte sich gezielt Abfragen widmen, die durch ein hohes Spam-Aufkommen gekennzeichnet sind. Damit sind wohl Geld bezogene Abfragen und pornografische Begriffe gemeint. Seriöse Webmaster werden heutzutage wohl kaum auf die Idee kommen, mit pornografischen Begriffen auf hohe Ränge abzuzielen, wenn sie ein Business betreiben, dass einen anders gelagerten Schwerpunkt hat. Relevant ist da schon eher der Hinweis auf Geldbegriffe. Hier sollte man mal prüfen, ob alle Keywords zur jeweiligen Webseite auch gut passen. Generell macht es wenig Sinn, auf Informationswebseiten immer wieder Begriffe wie „billig“ oder „günstig“ unterzubringen. Der Kampf um diese wenigen geldbezogenen Adjektive ist bereits jetzt sehr groß.
  4. Besonderes Augenmerk legt Cutts und Google auf die Verbesserung der Linkanalyse. Offensichtlich soll die Software von Google darauf getrimmt werden, noch besser als bisher die Sinnhaftigkeit von Links und den Linktexten zu prüfen. Ich schätze aber ein, dass dieses Thema solange immer wieder aufs Tapet gebracht wird, wie es Suchmaschinen gibt. Menschen haben kaum Schwierigkeiten, unsinnige Links zu erkennen, wenn sie einen Text lesen und ggf. bestimmte Teilaspekte nachrecherchieren wollen. Aber Suchmaschinen haben es bisher (mit und ohne PageRank Update) noch nicht verstanden, den Sinn von Texten angemessen zu interpretieren.
  5. Google hat erkannt, dass immer häufiger Links von gehackten Webseiten kommen. Da ist es natürlich interessant, mal zu untersuchen, welche Links denn ganz genau von gehackten Webseiten ausgehen. Auch die Kommunikation mit Webmastern soll verbessert werden, damit diese zeitnah solche unterwünschten Links herausnehmen können. Es soll ja Hacker geben, die Webseiten nur unscheinbar verändern.
  6. Matt Cutts spricht auch darüber, dass man insgesamt mehr auf die Autorität von Webseiten als Linkgeber achten wird. Das ist eine indirekte Bestätigung dafür, dass es einen Autoritätsbonus gibt. Dieser ist allerdings anders als der PageRank geheim.

 

Gut gefallen haben mit die Vorschläge von Cutts, die der Verbesserung der Kommunikation zwischen Webmastern und Google dienen sollen und mit denen das PageRank Update verständlich würde. Cutts hat möglicherweise erkannt, dass es viele Webmaster gibt, die durchaus nachvollziehen können, dass ihr langfristiger Erfolg nicht im Konflikt mit dem langfristigen Erfolg der Suchmaschine stehen muss.

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