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Mobile Content Strategie

Letzte Woche habe ich aufgezeigt, dass mobiler Content besser ist, um ein höheres Ranking bei Google und Co. zu erreichen. Heute möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, ob es speziellen mobilen Content gibt, bzw. wie man zu einer Strategie kommt, die passend zum allgemeinen Content mobile Angebote macht, mit denen man mehr Akzeptanz bei Nutzern und Suchmaschinen findet.

Technische Voraussetzungen für eine mobile Content Strategie

Baut man eine Website mit Responsive Webdesign auf, dann ist eine gute technische Grundlage gelegt, um jede Art von Content so anzuzeigen, dass die technischen Rahmenbedingungen des Nutzers optimal unterstützt werden. Qualitativ guter Content ist Text, der so geschrieben und formatiert ist, dass die Lesbarkeit und Verständlichkeit auf allen Plattformen funktioniert. Zusätzlich enthält die Webseite weitere grafische Unterstützungselemente. Diese sollen aber nicht vom Inhalt ablenken, sondern diesen optimal zur Geltung bringen. Es muss daher sichergestellt werden, dass die Bilder nicht die Texte verdrängen. Notfalls müssen sie für kleinere Displays auch verkleinert oder ganz ausgeblendet werden.

Auch auf einer mobilen Webseite muss navigiert werden. Hier kann man aber nicht auf die Maus zurückgreifen und verwendet stattdessen die Finger. Gut ist daher, wenn die Navigationselemente ausreichend weit voneinander entfernt platziert werden. Auch ist darauf zu achten, dass Schaltflächen ausreichend groß sind. Für die Website insgesamt kann das bedeuten, dass die Benutzung auch unter einem größeren Rechner eine besondere Anmutung bekommt, die eher ungewohnt wirken kann. Bleibt es aber so, dass die Navigation nicht den Content erschlägt, dann ist langfristig mit guter Akzeptanz zu rechnen, zumal zwischenzeitlich auch viele Nutzer am Desktop-Rechner und am Notebook auf die Maus verzichten und mittels der Finger oder von Handbewegungen den Rechner steuern.

Inzwischen wurde festgestellt, dass mobile Nutzer an anderen Stellen den relevanten Content erwarten als Nutzer mit großem Display. Letztere schauen nach links oben, wenn sie nach relevanten zentralen Aussagen suchen. Mobile Nutzer schauen eher in die obere Mitte des Displays. Zwischen beiden Vorstellungen kann man einen Kompromiss schließen, wenn man keine getrennte Webseiten für mobile Nutzer anbieten möchte oder kann. Die Idee von getrennten Webseiten ist inzwischen auch weitgehend überholt, denn der Veränderungsaufwand lässt sich schlecht kalkulieren, wenn eine Webseite häufig überarbeitet werden muss.

Inhaltliche Besonderheiten für eine mobile Content Strategie

Verwendet ein Nutzer das Smartphone zur Recherche, dann ist von einer geänderten Suchintention auszugehen. Solche Nutzer sind stärker lokal verankert und stellen oft Fragen auf Suchmaschinen-Websites, die unmittelbar für deren Handeln wichtig werden. Deshalb ist es kein Fehler, wenn die entsprechenden Informationen (z.B. Öffnungszeiten) prominent und gut sichtbar auf den Landing-Pages der Website vertreten sind. Gleiches gilt auch für Adressangaben und Namen bzw. Telefonnummern von Ansprechpartnern. Auch diese sollten schnell gefunden werden können. Verfügt der Ansprechpartner über eine dienstliche Mobilfunknummer, dann sollte sie auch ergänzend zur Festnetznummer auf der Website genannt werden. Keinesfalls sollte man auf die Festnetznummer verzichten, denn ein Festnetzanschluss steht für die Seriosität des Anbieters.

Bei der grafischen Umsetzung und Formatierung von Inhalten ist beim mobilen Content eher Zurückhaltung angesagt. Überschriften und Zwischenüberschriften sollten kurz formuliert werden, obwohl dies manchmal die Verständlichkeit etwas beeinträchtigen kann. Als Gliederungselement kann auf Fettdruck oder Farbunterlegung gesetzt werden, wobei beide Mittel nur sehr zurückhaltend angewendet werden können, um nicht die kognitiven Verarbeitungskapazitäten der Nutzer überstark zu beanspruchen. Das gilt auch für die Länge von Artikeln. Möglichst kurz, gut lesbar, knappe Formulierungen sollten angestrebt werden. Man muss aber darauf aufpassen, dass man nicht in den Stakkato-Stil der Boulevard-Presse verfällt, denn das kommt bei einem anspruchsvollen Thema nicht gut rüber.

Mobile Content Strategie: Zusammenfassung als Handlungsleitlinien

  1. Verwende keine unterschiedlichen Vorgehensweisen für das Design. Sorge dafür, dass auf allen Plattformen die Inhalte gut dargestellt werden.
  2. Sorge dafür, dass knappe Texte gut lesbar und aussagekräftig bleiben.
  3. Verwende auf allen relevanten Seiten Informationen, die einen lokalen Bezug haben und die direkt zu Interaktionen genützt werden können.
  4. Biete im Bedarfsfall schnelle Unterstützung an (telefonischer, SMS- oder E-Mail-Kontakt).
  5. Verbinde die Website mit Social Media und nutze dort auch personalisierte Content-Varianten.

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