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Spinning Software

Spinning Software ist ein wichtiges Thema, wenn es um die häufige Platzierung gleichartiger Inhalte geht, die aber von Suchmaschinen nicht als textähnlich erkannt werden sollen. Für die SEO-Szene ist es wichtig, sich zu fragen, ob der Einsatz entsprechender Spinning Programme ethisch zulässig bzw. strategisch nachhaltig sein kann oder ob man nicht besser auf manuelle Methoden zur Textvielfalt zurückgreifen sollte, um das Ranking seiner Webseiten zu verbessern.

Text-Spinning mittels Spinning Software  ist eine Suchmaschinen-Optimierungs-Technik, mit der SEO-Interessierte ausgehend von einem einzigartigen Text versuchen, weitere Texte zu generieren, die aus der Sicht der Suchmaschinen ebenso einzigartig sind, obwohl sie inhaltlich vom Textverständnis heraus keine wesentlichen andere Zusammenstellungen von Informationen und weiteren Textbestandteilen haben. Der Hintergrund des Einsatzes von Spinning Software ist die Einschätzung, dass Algorithmen von Suchmaschinen gegenwärtig und in absehbarer Zeit nicht die tatsächlichen Inhalte von Texten erkennen können und sich mit einer rein syntaktischen Analyse dem Inhalt annähern müssen.

Hat man aus einem Text eine Vielzahl von weiteren Texten gesponnen, die Google nicht als identisch einstufen kann, dann verteilt man diese Texte über Pressemeldungen, Foreneinträge und Blogkommentare so, dass der Eindruck von Vielfalt entsteht. Geschickter wäre eine Umsetzung, bei der unterschiedliche Adressen einer Domain aus dieser Vielfalt heraus verlinkt werden, aber die Unterbringen der Links ist eine Aufgabe, die außerhalb der Spinning Software liegt, weil diese ja automatisiert arbeiten soll.

Was ist Spinning Software?

Das Vorgehen der Spinning Software ist zwar automatisiert, doch bevor dies stattfinden kann, muss man zunächst manuell den ursprünglich einzigartigen Text hinsichtlich bestimmter Schlüsselbegriffe kennzeichnen. Diese Schlüsselbegriffsmenge, die stets wesentlich umfangreicher ausfallen wird, als die kleine Menge der Keywords, die den Text bestimmen, müssen dann ausgewechselt werden. Für die Auswechselung kommen aber nur Synonyme in Frage, womit für das Spinning eine bedeutsame Hürde aufgebaut wird. Ein Satz wie „Das Auto fährt schneller als erlaubt.“ kann zwar durch Sätze wie „Das Kfz bewegt sich rasanter als gesetzlich vorgesehen“ ersetzt werden; aber eine Ersetzung mit „Das Fahrzeug fährt weniger langsam als erwünscht.“ ist nicht möglich, weil sich dadurch der Sinn des Textes ändert, was im Regelfall nicht zielführend sein kann.

Welche Vorteile könnten sich durch Spinning ergeben?

Ob Spinning überhaupt noch funktionieren kann. ist fraglich. Google hat seinen Algorithmus so verfeinert, dass von der Identität von Webseiten bereits dann ausgegangen wird, wenn in ihr viele gleichartige Textstücke vorliegen. Dabei kann unterstellt werden, dass Algorithmen überprüfen, ob es zusammenhänge Textstücke gibt, die etwa 8 – 10 Wörter enthalten, die in gleicher Reihenfolge schon mal auf anderen Webseiten vorkommen. Allgemein bekannt ist, dass Wortfolgen dieser Länge normalerweise (außer bei Floskeln) einzigartig sind, also nur auf einer Webseite vorkommen sollten. Wenn eine Webseite einen hohen Anteil solcher Wortfolgen beinhaltet und wenn zusätzlich diese Wortfolgen häufig auf einer anderen Webseite vorliegen, dass kann recht schnell ein automatisiertes Spinning erkannt werden. Ich unterstelle hierbei, dass diese Suchmaschinen-Algorithmen ähnlich vorgehen, wie Software, die zur Plagiatserkennung eingesetzt wird. Wer also Spinning-Software einsetzen möchte, muss darauf achten, dass die 8 Worte Grenze nicht zu häufig überschritten wird. Allerdings kann er auch die Plagiatserkennung einsetzen, um zu testen, ob die generierten Texte als einzigartig durchgehen können.

Automatisiertes Spinning hat viele Nachteile

Abgesehen vom Aufwand, ergeben sich auch ethische Bedenken. Wer den gleichen Inhalt unter verschiedener Flagge anbietet, gerät schnell in den Verdacht des Eigenplagiats, das zwar rechtlich eher unproblematisch ist, aber nicht unbedingt die eigene Reputation fördert. Naheliegende Lösung dieses Problems könnte das manuelle Spinning sein. Hierbei wird eine Technik der politischen Kommunikation auf die Suchmaschinen-Optimierung übertragen.

In der Politik gibt es sogenannte Spin-Doctoren, die sich für ihre Auftraggeber überlegen, wie sie ein Thema weiter spinnen (weiter drehen) können. So kann man die Frage nach der Erhöhung des Mindestlohns mit der Forderung nach niedrigeren Steuersätzen verknüpfen, um die übliche Frontenbildung in diesem Bereich zu durchbrechen. Verallgemeinert: Man sucht zu einem bekannten Thema einen Dreh, der noch nicht öffentlich thematisiert wurde und verändert bzw. erweitert vorliegenden Text mit diesem Spin. Das dies nicht automatisiert bei Software möglich ist, sollte klar sein.

Fazit: Automatisiertes Spinning ist zeitaufwendig und riskant. Manuelles Spinning ist noch zeitaufwendiger, aber sinnvoll, um nachhaltig auf den Kommunikationsprozess einwirken zu können. Spinning-Software für nachhaltige SEO muss erst noch entwickelt werden.

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