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Übersetzung und Suchmaschinen-Optimierung

Manche Webmaster halten es für clever, gute Artikel im fremdsprachigen Ausland zu recherchieren und dann mit der Übersetzung in die eigene Sprache eine tolle Performance hinzulegen. Noch cleverer ist man dann, wenn man den Vorgang des Übersetzens einem Computer-Algorithmus überlässt. Doch Vorsicht, diese Überdrehung der Taktik kann zur Falle werden.

Gute Rankings bekommt man mit guten Texten, aber nur dann, wenn diese Texte bekannt werden und im relevanten Umfeld für Resonanz sorgen. Ein noch so guter Text, der nicht beachtet wird, weil er in einem Facebook-Umfeld erscheint, wo die Freunde eher weniger aktiv sind, kann keine Performance entwickeln. Deshalb machen sich auch Edelfedern (Profi-Journalisten mit guter Resonanz) viele Gedanken darüber, wann sie welche Provokation starten und wie sie mit Freunden und Gegnern umgehen, um einen guten Text nach vorn zu bringen.

Wenn man diese Nebenbedingungen beachtet, dann kann man auch mit einem guten Text vorankommen, der lediglich eine Übersetzung aus einer Fremdsprache ist. Damit diese Übersetzung aber auf Akzeptanz stößt, sollte diese von einem Profil-Übersetzer produziert sein. Übersetzungen, die lediglich von einem Übersetzungsprogramm wie Google-Translate produziert werden, sind oft nicht verständlich, wirken holprig oder irrwitzig und machen keine rechte Freunde, wenn man die tatsächlichen Inhalte zur Kenntnis nehmen will.

Da hilft es auch nicht weiter, wenn in vielen Lobhudel- und Kritik-Bücher zu Big Data von künstlicher Intelligenz geredet wird, die gute Übersetzungen als Ergebnis von Computer-Algorithmen schon jetzt oder in naher Zukunft prognostiziert. Wer dies nicht glaubt, der sollte einmal einen beliebigen Text nehmen und ihn durch ein Fremdsprachenprogramm übersetzen lassen, beispielsweise von Deutsch nach Englisch und zurück. Es ist in absehbarer Zeit davon auszugehen, dass ein unvorbereiteter Leser nach der zweifachen Übersetzung nicht mal mehr erkennen kann, warum es in diesem Text überhaupt geht.

Als Beispiel machen wir das mal mit Google Translate und dem Text des hier oben fett formatierten Vorspanns:

Some webmasters think it is clever to research good products in foreign countries and then lie with the translation in their own language a great performance. Still clever one is when one leaves the process of translating a computer algorithm. But beware, this over-rotation of the tactics can be a trap.

Einige Webmaster denken, es ist klug, um gute Produkte im Ausland zu erforschen und dann mit der Übersetzung in ihrer Sprache eine tolle Leistung liegen. Noch clevere man ist, wenn man den Prozess der Übersetzung eines Computeralgorithmus verlässt. Aber Vorsicht, diese Überdrehung der Taktik kann eine Falle sein.

Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, aber genau genommen wird der Inhalt meiner Einleitung ins Gegenteil verkehrt: Clever ist man, wenn man den Prozess der Übersetzung NICHT dem Computer anvertraut). Das ist zwar das Fazit dieses Artikels, aber hier würde ich eher von einem Zufall als von künstlicher Intelligenz ausgehen.

Google wurde gefragt, ob man für das Verwenden einer Übersetzung einer Webseite bestraft werden kann. Die Experten bei Google waren sich ziemlich sicher, dass es keine entsprechende Abstrafung (Penalty) geben kann, allerdings könnte das unreflektierte Verwenden von übersetzten Inhalten möglicherweise als Webspam eingestuft werden.

Aber es ist nicht so, dass die Nutzung eines Übersetzers ein Problem darstellt – es ist nur der autogenerierte Content ohne Mehrwert. (Zitat aus der verlinkten Quelle)

Das heißt, dass der Google-Algorithmus so intelligent sein muss, zwischen einem menschlichen und einem maschinellen Übersetzer zu unterscheiden. Ob das tatsächlich so einfach ist, sei dahingestellt. Man könnte annehmen, dass automatisiert übersetzte Texte mehr Grammatikfehler und merkwürdige Wortkombinationen (z.B. „eine tolle Leistung liegen“) haben, als manuelle Übersetzungen. Denkbar ist auch, dass Google bei Verdacht auf automatisierte Übersetzung den Text probeweise rückübersetzt ins Englische und nach einer Quelle sucht. Das wäre allerdings ziemlich aufwendig und selten erfolgreich.

Gut übersetzte Texte sind also gute Texte. Was man als Webmaster allerdings beachten sollte, ist das Urheberrecht. Der Urheber hat das Recht auch am übersetzten Text, nicht nur wenn dieser von einem Computer übersetzt wurde. Dass es gegenwärtig nicht möglich ist, automatisiert bei einer guten Übersetzung den Urhebertext zu finden (wenn er überhaupt im zugänglichen Netz gefunden werden kann), ist kein Freibrief, um einfach mit guter Übersetzung schnell zu guten Texten zu kommen. Man sollte den Urheber fragen, ob er mit einer Publikation der Übersetzung einverstanden ist, wofür dann aber weiteres Geld und auch ein Link zur Ursprungsquelle fällig werden könnte.

Suchmaschinen-Optimierung bleibt also auch beim Thema Übersetzung eine Aufgabe, die nicht automatisiert wahrgenommen werden kann. Das gilt für die Übersetzung, das gilt aber auch für die Kommunikation zur Übersetzung.

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