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Domainkosten sparen, lohnt nicht

Die Domainkosten für eine .de- oder .com-Domain sind nicht hoch, doch mache wollen auch diesen geringen Betrag sparen und setzen dabei auf kostenlose Subdomains, die auf den ersten Blick aber nicht wie Subdomains aussehen. Nun hat Google in einen Fall solcher Subdomains entschieden, dass diese nicht mehr indexiert werden. Matt Cutts gibt als Begründung an, dass generell bei dieser Domain es an Qualität mangele. Aber außer einem Abstrafen von Google gibt es noch weitere Gründe, warum man –auch im Interesse der Suchmaschinen-Optimierung- nicht an den Domainkosten sparen sollte.

Da sich Matt Cutts zur Sperrung geäußert hat, kann man davon ausgehen, dass Google die entsprechenden Subdomains häufig als Spam-Webseiten einschätzt. Das muss nicht für alle Webpräsenzen dieser Subdomain zutreffend sein, doch hier gilt die Regel „Mitgefangen, mitgehangen“. Wie Gulli.com weiter berichtet, beruft sich Cutts auf ein allgemeines Recht von Google, Free-Hosting-Websites aus den Suchergebnissen zu löschen. Grund ist hier auch wieder die fehlende Qualitativ, ein Argument, dass auch gerne für das immer noch umstrittene Panda-Update verwendet wird und das gegenwärtig in der Diskussion der Suchmaschinen-Optimierung eine zunehmend wichtigere Rolle spielt.

Bei der Abstrafung mittels Panda-Update ist aber die Qualitätsprüfung vergleichsweise schwierig nachvollziehbar. Legt man als Qualitätsmaßstab den durchschnittlichen Anteil schlechter Seiten zugrunde, dann ist es ziemlich rabiat eine komplette Domain-Adresse aus dem Index zu verbannen. Die Redakteure von Gulli.com geben aber Matt Cutts Recht, denn sie haben mit Yahoo gezielt einige Seiten der betroffenen Domain geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, das sich hier dubiose Angebote (Viagra- und Esoterik-Promotion) häufen. Im Sinne der Suchmaschinen-Optimierung sollte man also sich vor solchen Domain-Adressen hüten.

Das Streichen aus dem Index einer Suchmaschine wie Google wäre für deutschsprachige Webpräsenzen annähernd tödlich, denn im deutschen Sprachraum kommen ca. 90 Prozent der Neu-Besucher von der Suchmaschine Google. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum man auf keinen Fall bei der Domain-Adresse sparen sollte: die Reputation. Eine eigene .de-Domain zeigt jedem an, dass man mit Engagement seine Aktivitäten in den deutschsprachigen Raum verfolgt. Ist man hingegen auch auf internationale Aktivitäten ausgerichtet, dann sollte es schon eine .com-Domain-Adresse sein. Diese noch gut lesbar zu bekommen, ist schwierig und deshalb weichen manche auf .net oder andere Erweiterungen aus, was nicht unbedingt zu empfehlen ist, weil andere Endungen als .com bzw. .eigenes Land nicht unbedingt seriös wirken. Schwer abschätzbar ist, wie sich die demnächst möglichen neuen Domain-Adressen auf die Reputation einer Website auswirken.

Noch besser – aber auch deutlich teurer – ist eine eigene IP-Adresse für die eigene Domain-Adresse. Die meisten Domain-Adressen werden vom Provider auf Servern verwaltet, die eine Vielzahl von Domains unter einer IP-Adresse bereitstellen. Das kann dann zum Problem werden, wenn einige der anderen Domains unseriöse Inhalte beinhalten oder gar von Suchmaschinen als Schadsoftware-Webseiten eingestuft werden. Man kann die IP-Adresse der eigenen Domain unter Windows recht einfach herausbekommen, indem man auf der Betriebssystemebene (CMD) den Befehl ping verwendet: z.B. „ping www.train-und-coach.de“ findet die IP-Adresse einer meiner Websites und zeigt sie an: „95.130.250.73“. Nun kann ich mit der Suchmaschine BING mir die weiteren Domains meiner IP-Adresse anzeigen lassen: „ip:95.130.250.73“. Sind die dort vorfindlichen Webseiten hinreichend seriös? Eine spannende Frage, die im negativen Fall zum Wechsel des Providers-Angebots führen kann, damit man sich seine eigene IP-Adresse sichert.

Reputation und Umfeld sind also die entscheiden Fragen, wenn es um die Wahl der richtigen Internet-Adresse für das eigene Webangebot geht.

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