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Facebook Freunde, Likes und Social Media Marketing

Immer mehr Unternehmen, Freiberufler und auch viele normale Menschen nutzen Facebook oder ein anderes soziales Netzwerk, um Aufmerksamkeit zu generieren. Dabei gehen immer noch viele so vor, dass sie in der Masse der Freunde das Optimum sehen: Je mehr, desto besser. Diese Sicht ist menschlich verständlich, denn wer tausend Facebook Freunde hat, der hat sicherlich zehnmal mehr Einfluss, als der, der nur hundert Facebook Freunde hat? Doch bei dieser Denkweise, die an die Tonnenideologie des real existierenden Sozialismus erinnert, wird schnell übersehen, dass nicht die Anzahl der Freunde, sondern ihr Einfluss wichtig ist, wenn man über Social Media Marketing etwas bewegen möchte.

 

Einfluss ist eine Frage der Qualität

Doch wie kommt man an Freunde, die viel Einfluss haben? Dazu ist es zunächst wichtig, dass man für sich eine überzeugende Argumentation entwickelt. Wer mehr Umsatz für sein Unternehmen bekommen möchte, der muss sich um seine Bestands- und Neukunden bemühen und diesen klar machen, dass er mit den angebotenen Dienstleistungen und Waren ein Alleinstellungsmerkmal hat. Das hört sich einfacher an, als es umsetzbar ist.

Schaut man sich beliebige Webseiten von Handwerkern an, dann sagt fast jeder von sich, dass man bei ihm individuell behandelt wird und dass man für die spezifischen Wünsche der Kunden ein offenes Ohr habe. Doch wie kann ein Neukunde dies nachvollziehen? Hierzu findet man dann selten etwas. Zwar werden gelegentlich Referenzprojekte erläutert und mit Bild und Text gut vorgestellt, aber hier wäre es dann wichtig, dass man verdeutlicht, wo das Alleinstellungsmerkmal auch ganz konkret zu finden ist. Sollte diese Argumentation dann überzeugend aus den Erfahrungen der Bestandskunden abgeleitet werden können, dann sind diese sicherlich auch gerne bereit, in ihren sozialen Netzen (online wie offline) darüber zu berichten. Das Spruch stimmt immer noch: Tue Gutes und lasse darüber reden, allerdings muss man dafür auch erst mal gute Arbeit abliefern.

Aufmerksamkeit ist ein Gut wie jedes andere auch

Gleiche Überlegungen greifen ebenfalls, wenn es nicht um geldwerte Angebote geht. Auch Menschen ohne Umsatzziele wollen bei ihren Facebook Freunden Aufmerksamkeit gewinnen, sonst könnten sie sich den erheblichen Aufwand einsparen, der mit den Social-Media-Aktivitäten verbunden ist. Aufmerksamkeit (Likes und Kommentare) werden sie aber nur gewinnen können, wenn sie etwas zu sagen haben, was sonst noch keiner gesagt hat. Daher ist es dann auch nicht hilfreich, seine sozialen Netzwerke mit einfachen Links auf spannende Themen, mit schönen Bildern und lustigen Filmen zu bestücken, wenn man nicht zusätzlich einen Dreh hinzufügt, der für die Angesprochenen eine neue oder zusätzliche Perspektive liefert. Das ist nicht einfach und das ist auch nicht ohne Risiko. Denn es kann passieren, dass man mit dieser ergänzenden Perspektive Facebook Freunden auf die Füße tritt. Dann hat man zwar Aufmerksamkeit, aber nicht unbedingt die Aufmerksamkeit, die mal wollte. Allerdings ziehen entsprechende Konflikte weitere Interessen an, beispielsweise weil diese unbedingt Partei ergreifen möchten.

Am Ball bleiben, auch wenn es in der Küche heiß wird

Wie man an den angedeuteten Beispielen sieht, genügt es nicht, Social Media Marketing als Einmal-Aufgabe zu betreiben und dann darauf zu setzen, dass alle Erfolge automatisiert eintreffen werden. Kleinere Unternehmen können daher auch schlecht die Aufgaben des Social Media Marketings an schematisch arbeitende Agenturen oder untergeordnete Mitarbeiter übertragen, denn diese bringen keine ausreichende Motivation mit, dass Alleinstellungsmerkmal oder die Aufmerksamkeits-Anforderungen im täglichen Kommunikationsprozess zu reflektieren. Nur nachhaltiges Engagement wird Früchte in Bezug auf Facebook Freunde und anderes Social Media Marketing einbringen.

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