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Google Qualitätskontrolle

Nach wie vor nutzt Google Quality Raters, um zu bestimmen, ob Webseiten eine gute Qualität haben. Dabei wird die Qualitätskontrolle als relative Größe aufgefasst. Eine Webseite verfügt nicht über eine objektive Qualität, gefragt ist nach der Qualität in Bezug auf die Nutzeranfragen. Die Google Qualitätskontrolle ist also eine komplexe Angelegenheit, denn die Prüfer müssen herausbekommen, was für Benutzerwünsche hinter einfachen (und oft sehr kurzen Anfragen) stecken.

Analysiert man die neu aufgelegten Google Quality Rater Guidelines, womit letzte Woche begonnen wurde, dann wird schnell die Frage der Qualitätskontrolle aufgeworfen. Wie geht eigentlich ein Prüfer vor, wenn er untersuchen muss, ob eine bestimmte Webseite eine gute Qualität hat? Wer sich schon einmal mit der Bewertung von Fahrrädern oder Getränken befasst hat, der wird schnell feststellen, dass hier jeder seine eigene Meinung hat und dass es schwer ist, objektive Kriterien einer Qualitätskontrolle zu formulieren. Etwas näher an eine bessere Diskussion kommt man, wenn man sich fragt, wofür man denn die Qualität des Fahrrades oder des Getränk benötigt. Dann erkennt man besser, welche Qualitäten in den einzelnen Angeboten entsprechend der spezifischen Benutzerwünsche stecken.

Genau dasselbe versucht die Google Qualitätskontrolle in Bezug auf Webseiten. Die Prüfer bekommen passend zu üblichen Anfragen als Rückmeldung die Suchmaschinen-Ergebnisseite (die schon ein Destillat der zu prüfenden Webseite darstellt) und die Webseite selbst gezeigt. Es ist also zunächst zu prüfen, ob beide Ergebnisse passend zueinander sind. Wichtiger ist aber noch die Frage, ob die Webseite den unterstellten Wünschen der Google-Nutzer entspricht. Ein heikles Unterfangen, wenn man bedenkt, dass diese oft nur sehr kurz formuliert sind und daher nur einen geringen Einblick in die Motivation geben können. Wer nach „perfekter Fahrradtechnik“ sucht, der kann Interesse an einem Fahrradkauf haben; er kann aber auch einfach recherchieren wollen, welche Aspekte für die die Einschätzung von Fahrradtechnik relevant sind.

Allerdings werden die Suchanfragen länger und die Suchenden geben mehr Worte ein, um zu einem passenden Suchergebnis zu kommen. Das macht es der Google Qualitätskontrolle einfacher, die Benutzerwünsche zu erkennen. Nach Aussagen der Google Quality Rater Guidelines könnte man annehmen, dass die Prüfer ein methodisches Vorgehen wählen, dass ungefähr wie folgt zu charakterisieren ist:

  • Die Prüfer müssen erkennen können, was der Hauptinhalt der Webseite (Main Content) ist. Aber auch der Supplementary Content (der ergänzende Inhalt) sollte dazu passend sein. Ist der ergänzende Inhalt Werbung, dann sollte die Werbung seriös sein und wenigsten teilweise auf die Benutzerwünsche bezogen werden können.
  • Webseiten sollen nicht mit der Absicht erstellt werden, den Besucher zu täuschen. Sie sollten eine hilfreiche Funktion erfüllen und nicht nur überwiegend dazu dienen, Geld auf direkte oder indirekte Art zu verdienen.
  • Die Webseite sollte auf vertrauenswürdige Art die Inhalte präsentieren. Notfalls muss auf die Startseite und auf weitere Seiten zurückgegriffen werden, um die Vertrauenswürdigkeit zu prüfen.
  • Die Webseite sollte gut zu bedienen sein und zumindest auf mobilen Endgeräten noch eine gewisse Lesbarkeit sicherstellen können.

Webseiten, die nicht die Google Qualitätskontrolle erfüllen, können aber im Ranking noch gute Rangpositionen bekommen, wenn sie entsprechend der Anfrage einfach als notwendiges Ergebnis vom Nutzer erwartet werden. Sucht ein Nutzer beispielsweise nach einem bestimmten Film, dann ist es einfach zwingend, dass die dazu extra produzierte Website gut im Ranking steht, selbst wenn sie nicht die Kriterien der Google Qualitätskontrolle perfekt erfüllen kann.

Das Wissen um die Google Qualitätskontrolle kann vom Website-Betreiber umgesetzt werden. Er muss sich einmal mit den typischen Anfragen beschäftigen, die ein potentieller Nutzer stellen kann oder stellt, um zu den Inhalten der eigenen Webseiten zu kommen. Dann ist zu untersuchen, ob diese Inhalte schnell auf der Webseite erkannt werden können. Der Main Content muss überwiegen und dieser sollte auch den zentrale Erwartungshaltung des Nutzers entsprechen. Zusätzlich ist zu prüfen, ob die Startseite der Webpräsenz die Vertrauenswürdigkeit unterstützt.

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